|
28.11.1999 (14:47): Episode 10
Als es mich heute morgen auf dem Weg zum Klo versehentlich mal wieder in ein Paralleluniversum
verschlug, gelang es mir, von dort einen Bericht über die Dreharbeiten zu Star Wars: Episode 10 mitzubringen.
Da dies für die viele Leute mit dem Fund der Qumran-Rollen oder der Wiederentdeckung des
Bernsteinzimmers gleichkommen dürfte, fühle ich mich verpflichtet, an dieser Stelle die wichtigsten Facts des lange erwarteten zehnten Teils der größten Weltraum-Saga aller Zeiten zu posten.
Erinnern Sie sich noch an die endlosen Schlangen vor den Kinos, als kurz vor der Jahrtausendwende
George Lucas seinen Fans nach zwanzigjähriger Wartezeit endlich den ersten Teil seiner epischen Saga präsentierte? Milliarden Amerikaner auf der ganzen Welt blieben ihren Arbeitsplätzen fern, um zu den ersten zu
gehören, die dieses Spektakel in knallvollen Kinosälen verfolgen durften. Nicht wenige verkauften ihr Erstgeborenes, um auf dem Schwarzmarkt noch eine der begehrten Karten zu ergattern. TV-Dokumentationen,
Fan-Zeitschriften, ja sogar komplett neue Religionen wurden aus dem Boden gestampft, um diesem Ereignis würdig zu begegnen.
Entsprechend groß war der Sturm der Entrüstung, der durch das Volk zog, als George Lucas
pünktlich zur Jahrtausendwende verkündete, daß es eine konzeptuelle Umstellung bei der Veröffentlichung der Nachfolgefilme geben würde.
So habe er aufgrund einer Marien-Erscheinung nach einem fettreichen Abendessen beschlossen,
Episode 2 und 3 gleich völlig auszulassen, um sich statt dessen für fünfzig Jahre kryogenisch einfrieren zu lassen.
Er begründete diese folgenschwere Entscheidung unter anderem damit, dass „die Tricktechnik der
heutigen Zeit gerade noch gut genug war, um Episode 1 glaubwürdig umsetzen zu können“.
Für die weiteren Episoden benötige er aber eine Technik, die unserer modernen Gesellschaft mit
Ausnahme weniger Kosmetikfirmen, Illuminaten und Bewohnern der Hohlerde noch nicht zur Verfügung stünde.
Als er dann etwa 4 Jahre später durch einen verzögerten Y2K-Fehler versehentlich 46 Jahre zu
früh aus seiner Stasis aufgetaut wurde, fand er sich unverhofft mit einer ihm völlig fremdartigen Welt konfrontiert.
Nicht nur, dass die vereinigten Staaten inzwischen von Präsident Leonardo DiCaprio und seinem
Vizepräsidenten Jonathan Depp regiert wurden, auch die Tricktechnik hatte einen wahren Quantensprung vollzogen.
Dies ermöglichte es Lucas, auch die Episoden 7, 8 und 9 zu überspringen, weil die darin
enthaltene, papierdünne Handlung nicht mehr kompatibel zu den aktuellsten technischen Möglichkeiten war.
Noch bevor er sich allerdings an das Drehbuch zu Episode 10 setzte, veröffentlichte Lucas, ganz
im Zeichen des neuen Jahrtausends, erst einmal ein weiteres Prequel. Diesmal zu Episode 1. Episode 0.9, wie er das neue Machwerk nannte, ging einen weiteren, wichtigen Schritt in der Evolution der größten
Weltraum-Saga aller Zeiten.
Sämtliche menschlichen Rollen aus Episode 1 wurden in dieser neuen Edition komplett durch
computergenerierte CGI-Animationen ersetzt, um, wie Lucas in einem Interview meinte „diesen geldgierigen Schauspielersäcken endlich mal das Wasser an den Wiederverwertungsrechten abzugraben“.
Die Special-Edition enthält unter anderem eine digital remasterte, bisher unveröffentlichte
neue Szene aus dem Ur-Star Wars Entwurf, die George Lucas damals mit 15 Jahren im Garten seiner Eltern mit einer 8mm Kamera in schwarzweiß gedreht hatte. In ihr kann man sehen, dass Han Solo (der in dieser frühen
Version der Szene noch von einem einer Big Jim-Actionfigur gespielt wurde) keinen Pimmel hat. Sondern nur eine kurze, wahrscheinlich blaue Unterhose aus Plastik.
Weiterhin wurde die Edition durch neue, bisher unveröffentlichte Szenen mit dem
Publikumsliebling Jar Jar Binks ergänzt. In einer sieht man beispielsweise, wie die (computergenerierten) Geister der drei Stooges Larry, Moe und Curly in Jar Jar Binks Körper einfahren und somit für sämtliche
lustigen Kapriolen des Publikumslieblings in Episode 1 verantwortlich sind.
Als unbeabsichtigter Nebeneffekt wurde dadurch gleichzeitig die von Fans schon lange spekulierte
Verbindung der bisherigen Star Wars Filme zu den 3-Stooges Filmen endgültig und offiziell bestätigt.
Zynische Kritikerzungen behaupteten zwar, diese Verbindung sei nur ein weiterer Marketingtrick,
der zudem noch völlig an den Haaren herbeigezogen wäre.
Diese Behauptung wurde jedoch von George Lucas´ Tochter Leia entkräftet, die darauf hinwies,
dass ihr Vater die Idee der Verbindung zwischen den beiden Serien schon lange vorher hatte, als er die Gesamtrechte an der Wiederverwertung aller 3-Stooges Filme aufkaufte und ihr zu ihrem neunten Geburtstag
schenkte.
Zu den eigentlichen Dreharbeiten an Episode 10 gibt es bisher nur relativ spärliche Details. Wie
noch nie zuvor wurden hier strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um einer Veröffentlichung von Episode 10 im Internet vorzubeugen, bevor der Film überhaupt gedreht wurde.
Wenigen Top-Journalisten, die von Lucas zu einer streng geheimen Drehtagebuch-Lesung auf die
Skywalker-Ranch geladen wurden, gelang es, vor ihrer anschließenden Erschießung durch Skywalkerranch-Sicherheitspersonal einige Vorab-Infos per Morsealphabet und Taschenlampe an ihre Redaktionen abzusetzen.
Zur Besetzung wurde bekannt, dass die Rolle des R2-D2 in Episode 10 von Danny DeVito übernommen
würde. Auf eine sofortige Befragung hin teilte dieser mit, dass er einem Geheimhaltungseid unterliege und Lucas gedroht habe, seine Großmutter in Selleriesoße zu dünsten, sollte er etwas über die Dreharbeiten
verraten. Weiterhin verriet DeVito uns, alle Mitwirkenden bekämen ihre Drehbuchseiten für den jeweiligen Drehtag in schwarzer Schrift auf schwarzem Papier, um Raubkopien durch Internet-Terroristen vorzubeugen.
Die Rolle des C3PO bekam völlig überraschend Arnold Schwarzenegger, der bekanntgab, die Figur
in Episode 10 völlig neu definieren zu dürfen.
Auch Obi Wan Kenobi wird in Episode 10 wieder dabeisein, wenn auch nur in Form eines Klons des
echten Jedi-Meisters, der von Königin Leia beim Putzen auf dem Dachboden ihres imperialen Palastes gefunden wurde. Gespielt wird Obi Wan in dieser Inkarnation von Charakterdarsteller Jim Carrey, der uns in einem
ersten Vorab-Interview schon einmal zeigte, wie er sich seine Interpretation der Rolle vorstellte.
Wir lagen vor Lachen auf dem Boden.
Fans, die sich vorab im Internet mit Informationen versorgten, wissen es schon lange. Chewbacca
ist tot. Der Hund, der den beliebten Wookie in den Teilen 4-6 darstellte, starb vor wenigen Monaten an einem Lachanfall, als er dem ersten Casting für die Darsteller der Episode 10 beiwohnen durfte. Wir werden ihn
vermissen.
In Episode 10 wird seine Rolle von seinem leiblichen Sohn Wuffy weitergeführt, der im Film den
Part von Chewbaccas lange verschollenem, zuckersüssen Sohn namens Chewbäckchen spielt. Erste Probeaufnahmen, die wir nach Abgabe einer DNS-Gewebeprobe sehen durften, bestätigten unseren ersten, positiven
Eindruck. Unzählige Lacher für Groß und Klein sind garantiert. Lucas schloss in einem Interview eine weitere, eventuell noch im selben Jahr startende Spinoff-Serie mit Chewbäckchen nicht aus.
Er betonte aber, der mögliche Start dieser Serie hinge zu einem großen Teil davon ab, wieviele
Millionen durch die Vermarktung des Chewbäckchen-Merchandisings nach Kinostart von Episode 10 hereinkämen. Auf unseren Einwand, Chewbäckchen könnte eventuell für die Hardcore-Fans der größten
Weltraum-Saga eine Spur zu lächerlich wirken, deutete Lucas nur laut prustend auf eine lebensgroße Jar Jar Binks-Statue, die in seiner Bibliothek als neckischer Geldsackhalter dient.
Auch was die Special Effekts zu Episode 10 angeht, lässt sich George Lucas diesmal nicht lumpen.
Zur Einführung seines neuesten „THX-Übermensch“ genannten Soundsystems plant er, die Städte New York und Boston komplett zu riesigen Lautsprechern umbauen zu lassen.
Die einzigen Kinos, die eine Erlaubnis bekommen werden, Episode 10 zu zeigen, werden also
irgendwo zwischen diesen beiden sogenannten „Speaker-Städten“ liegen. Wir sind schon sehr gespannt.
Nicht wahr hingegen ist das im Internet kursierende Gerücht, die Verkörperung der Bösen Seite
der Macht würde diesmal von einer computergenerierten Animation Adolf Hitlers gespielt.
Hier zeigt sich einmal mehr, dass die renommierte Fachpresse diesen degenerierten,
pickelzerfressenen Internetgören immer wieder überlegen sein wird, wenn es um harte Fakten geht.
Laut George Lucas wird die Böse Seite der Macht in Episode 10 von einer
computergenerierten Animation Saddam Husseins verkörpert. Saddam, beliebter Diktator und Humanist, erlitt leider kurz vor der Jahrtausendwende einen tödlichen Unfall, als ein ihn beschattender CIA-Agent mit einem
stromführenden Kabel in der Hand zu ihm in die Badewanne fiel. Die beiden Männer und das Kabel waren sofort tot, die Wanne befindet sich seither unter psychiatrischer Aufsicht.
Auch bei der Story zieht George Lucas mal wieder alle Register seines Könnens. Man munkelt, dass
das Imperium diesmal wieder mit einer neuen Waffe in den Kampf ziehen wird, einem sogenannten Todesstern. Was genau man sich darunter vorzustellen hat, weiss man ungefähr, wenn man Episode 4 und 6 gesehen
hat. Doch: Der neue Todesstern wird mächtiger sein als alle bisherigen. So soll dieses Modell gleich bis zu drei Planeten gleichzeitig zerstören können, vorausgesetzt, diese befinden sich unmittelbar neben-
oder hintereinander.
Erstmals wird man auch erfahren, dass einer der scheinbar völlig unwichtigen Nebencharaktere aus
der Bar auf Mos Eisley in Episode 4 in Wirklichkeit der neue Imperator ist, der schon damals seinen unaufhaltsamen Aufstieg geschickt aus dem Hintergrund geplant hat. Hier schon mal ein kleiner Tip: Es ist NICHT
Greedo. (Kicher!)
Weitere News zu diesem filmgeschichtlichen Meisterwerk lesen Sie natürlich zuerst hier.
|