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Mittwoch, 17.05.2000 (14:21 Uhr) - Pupsi
Es begab sich unlängst, also vor etwa zehn Minuten, dass ich wieder einmal ungeschickt war.
Eigentlich wollte ich nur der großen Hitze wegen ein kühlendes Erfrischungsgetränk aus meinem erfrischenden Kühlschrank holen. Als mir beim Öffnen der Tür drei Dosen Nassgetränk mit großer Wucht auf meinen
unbeschuhten Fuß trommelten, hätte mir bereits klar sein müssen, dass der Tag für mich weitgehendst gelaufen ist. Fluchend hinkte ich mit meiner Beute, nennen wir das Markenprodukt mal „Pupsi“, zurück an
meinen Schreibtisch.
Wie es sich so ergab, sollte mir noch einer der bizarrsten Unfälle passieren, die ich in meinem
langen Leben bisher erdulden durfte. Mehrere Faktoren spielten dabei eine Rolle. Es fing glaube ich damit an, dass ich gerade eine Buffy-Folge ansah, mit der ich mir gelangweilt die Zeit vertreiben wollte.
Gerade hatte ich einen Schluck von meinem Erfrischungsgetränk genommen und hielt die Dose noch
gedankenverloren in der Hand, weil gerade irgendetwas Spannendes auf dem Bildschirm passierte, das meine volle Aufmerksamkeit erforderte. Keine Ahnung, wie es genau geschah, jedenfalls entglitt die Dose meiner Hand,
während ich fasziniert das Geschehen auf dem Bildschirm verfolgte.
Der Blechbehälter fiel jedenfalls in fast vollem Zustand auf meine Tastatur herab und besprühte
die selbige sowie meine Hose mit liquid sugary goodness. Geistesgegenwärtig tat ich das, was wohl außer mir niemand sonst tun würde, dies jedoch mit atemberaubender Präzision. Ich hieb gedankenschnell von unten
gegen die Dose, um ihren weiteren Fall zu verhindern. Natürlich mit dem Effekt, dass das gottverschissene Drecksteil wie eine Rakete in Richtung Decke schoss um sowohl mich, als auch die gesamte Region rund um
meinen Computer und Schreibtisch mit pappsüßer, brauner Brühe zu übersprenkeln. Noch bevor ich meinem Unmut durch einen Laut der Überraschung Luft machen konnte, kehrte das Behältnis auch schon wieder von
seinem kurzen Aufenthalt in Deckennähe zurück und prallte mit einem knackigen „DONK!“ von meiner Stirn ab und landete endlich am Boden, wo es fröhlich gluckernd den Rest seines Inhalts von sich gab.
Sowohl meine Klamotten als auch meine Umgebung in einem Radius von etwa einem Meter sahen aus,
als wäre gerade ein Schwarm Dünnschissfinken darüber hinweggeflogen.
Dies alles mag für Euch jetzt nicht sehr interessant erscheinen. Einer der Gründe, warum ich
heute jedoch mein Haus nicht verlassen habe, war mein Horoskop.
„Nehmen sie sich einen Schirm mit“, stand darin. Gott hasst mich.
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