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Freitag, der 11. Mai 2001 (06:48 Uhr): Uniformen

Gerade las ich, dass CDU-Chefin Angela Merkel dafür plädiert, an bundesdeutschen Schulen nach britischem Vorbild Schuluniformen einzuführen. Uhm... Excuse me? Fehlt in dem Wort vielleicht noch ein "w"? Oder hat die für mich hässlichste Frau der Nation eventuell noch irgendeine andere Agenda für unsere kleinen Bastarde?

Sind die Gören nicht schon durch die Tatsache, dass sie in einer Welt wie dieser aufwachsen müssen, gestraft genug? Muss man wirklich den Rest von Individualismus, der sich in den großteils noch unverdorbenen Junggeistern regen könnte, durch eine weitere einfallsreiche Maßnahme zur Gleichschaltung gleich im Keim ersticken, um ihn nicht erst im späteren Berufsleben nachträglich ausradieren zu müssen?

Aber laut der Aussage der lieblichen Politikerin soll dies ja nur dazu dienen, das "Gemeinschaftsgefühl" zu steigern. Denn die Kinder seien zu vielen Reizen ausgesetzt und legen zu viel Wert auf Marken-Klamotten. Coole Sache, Merkel.

Ich schlage vor, wir gucken gleich mal in den bundesdeutschen Kleiderkammern, ob wir nicht noch ein paar alte Uniformen der Hitlerjugend finden, die wir mit ein paar modischen Accessoires den heutigen Bedürfnissen anpassen können. Denn über die blöde Sau aus Braunau kann man sagen, was man will, aber "Gemeinschaftsgefühl" anregen, das konnte er, nicht wahr?

Aber wie wäre es denn, wenn wir vorher erst einmal in Deinem eigenen Kleiderschrank damit anfangen? Denn wenn es um Modefragen geht, bist Du ja zweifelsohne genau der richtige Ansprechpartner. Das politisch korrektere "Ansprechpartnerin" erspare ich mir an dieser Stelle, da ich dies für Lebewesen reserviere, die ich für mehr als rudimentär weiblich erachte.

Aber findest Du nicht auch, dass man als Politiker mit gutem Beispiel vorangehen sollte? Wie leicht kann doch das Gemeinschaftsgefühl und Modebewusstsein eines jungen Menschen aus dem Takt gebracht werden, wenn er sich unsere anbetungswürdigen Politiker ansieht?

Die allesamt in modebewussten Anzügen herumlaufen, für die der im Schweiße seines Angesichts am Fließband arbeitende Vater des kleinen Hansi Schmidt pro Stück einen ganzen Monat auf die Maloche gehen müsste?

Was sagst Du, Merkel? Das ist nicht so schlimm, weil Politiker bei uns ohnehin keine Vorbild-Funktion für die Jugend haben? Well, ich schätze mal, damit hast Du leider Recht...