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11.02.2000 (14:25 Uhr) - @
All die Jahre habe ich die Zähne zusammengebissen und geschwiegen, wenn ich miterleben musste,
dass irgendwelche werbetreibenden Mitbürger es für besonders hip und originell hielten, in ihren Werbesprüchen das Zeichen „@“ zu verwenden.
Dagegen ist ja im Prinzip von meiner Seite aus nicht einmal besonders viel einzuwenden. Richtige
Schreikrämpfe bekomme ich lediglich, wenn sie es auf die naheliegendst verkehrte Art machen. Wie selbst der letzte Dorfdepp inzwischen mitbekommen haben sollte, steht das ominöse Zeichen „@“ für „at“
(„ät“ für alle BILD-Leser), was auf deutsch soviel wie „bei“ bedeutet. Was für diverse Gehirnakrobaten selbstverständlich kein Hindernis darstellt, das Zeichen trotzdem als Ersatz für den von mir sehr
verehrten Buchstaben „a“ zu missbrauchen.
Jedes Mal wenn ich dann Wörter oder Slogans wie Pizz@, Dom@in oder Deutschl@nd geht online lesen muss, erwacht in mir der Wunsch, mit einem Baseballhandschuh loszuziehen und Backpfeifen zu verteilen. Und zwar solange, bis den verantwortlichen Heinis in den Werbeagenturen die Rolex-Zahnspange aus der Fresse fliegt. Aber vermutlich würde das diesen @rschlöchern auch noch gefallen.
Und weil wir jetzt ja alle wissen, dass das „@“-Zeichen in meinen Texten niemals für ein
„A“ stehen würde, kann mich auch niemand für das vermeintlich böse Wort im vorherigen Satz verklagen. Geschickt, was?
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